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Spielend lernen

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Spielend Lernen – von klein auf spielen Kinder und können sich völlig darin verlieren. Sie probieren verschiedene Rollen aus, experimentieren mit verschiedenen Materialien wie Wasser, Sand, Erde und Holz und lernen so ganz nebenbei entscheidende Zusammenhänge.

Später in der Schule fehlt oft die Zeit, weil ja so viel zu lernen ist. Noch dazu ist ganz genau vorgegeben, was die Kinder zu lernen haben, was oft die Freude am Entdecken nimmt.

Doch das Spielen ist lebenslang ein Garant für Lebensfreude und sollte deshalb zu keiner Zeit vernachlässigt werden. Deshalb bietet es sich an, spielend zu lernen, egal ob in der Schule oder zu Hause. Dabei muss ein kein teures Spiel aus dem Laden sein, Sie und Ihre Kinder dürfen sehr gern kreativ sein!

Beispiele für mündliche Spiele

Man kann deutsche Lernwörter in Grundschule und später Vokabeln in Englisch, Latein oder Französisch ganz leicht auch mal als Galgenmännchen spielen oder sich gegenseitig auf den Rücken schreiben. Bei beiden Varianten ist die richtige Rechtschreibung wichtig und Fehler fallen sofort auf. Das ist besonders geeignet für Wörter, die sich die Kinder einfach nicht merken können.

Oder zusammengesetzte Wörter finden, indem eine Person beginnt, ein entsprechendes Wort vorzugeben und die andere dann jeweils aus dem Grundwort (das hintere) ein neues Wort in der gleichen Wortart zu bilden, in dem dieses Wort dann zum Bestimmungswort wird (also vorn steht).

Ein Beispiel: Genannt wird das Namenwort (Nomen) Haustür, daraus lassen sich zum Beispiel Türrahmen, Türklinke, Türspalt und so weiter bilden. Oder es wird das Wiewort (Adjektiv) riesengroß genannt, daraus lassen sich dann beispielsweise großartig, großräumig, großflächig und so weiter bilden. Das Spiel macht richtig Spaß und geht so lange hin und her oder in der Runde herum, bis demjenigen, der an der Reihe ist, nichts mehr einfällt. Dann darf der andere / nächste Spieler ein neues Wort vorgeben.

Diese Spiele lassen sich auch wunderbar in den Alltag integrieren oder abends vor dem Schlafengehen noch für ein paar Minuten spielen.

Spielen fördert die Gemeinschaft, weil man qualitative Zeit miteinander verbringt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man verliert oder gewinnt, es zählt einzig das Miteinander. Probieren Sie doch mal Folgendes: Sie kommen gestresst von der Arbeit nach Hause, der Haushalt muss gemacht werden, die Kinder brauchen Hilfe bei den Hausaufgaben und der Einkauf steht auch noch an. Um alle in eine gute und entspannte Stimmung zu versetzen, vereinbaren Sie 20 Minuten Spielzeit. Das Spiel können Sie gemeinsam auswählen. Nach diesen zwanzig Minuten werden alle entspannter sein und die anstehenden Arbeiten gehen wesentlich leichter und schneller von der Hand. Diese Art der Entspannung bietet sich auch an, wenn die Hausaufgaben schwer fallen oder die Lernzeit zu lang erscheint.

Glücklich durch Lernen

Jeder Lernerfolg schüttet Glückshormone aus, das haben Forscher in mehreren Studien festgestellt. Da es uns allen besonders gut geht, wenn genügend Glückshormone im Körper vorhanden sind, kann Lernen sogar süchtig machen. Wer also mit dem Spielen Erfolge im Lernen verbuchen kann, wird gern wieder spielen und neue Spiele ausprobieren wollen.

Nehmen Sie sich die Zeit, mit Ihren Kindern und Schülern zu spielen, es zahlt sich in jedem Falle aus. Und vielleicht lernen auch Sie ganz nebenbei noch etwas dazu.

In über zwanzig Jahren Nachhilfe, habe ich so einige Ideen zu Lernspielen entwickelt. Einige davon habe ich bereits umgesetzt:

Das Deutsch-Quiz 1. und 2. Klasse

Der Wortstamm-Meister

Englisch unregelmäßige Verben 5. Klasse

Englisch unregelmäßige Verben 6. Klasse

 

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